Diario Bolognese – 1. Tag

Ankommen

Am Morgen, als ich den Rolladen hochziehe, sehe ich zum ersten Mal den Blick von der Terrasse. Jetzt bin ich wirklich über den roten Dächern Bolognas.

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Um 9 Uhr muss ich in der Sprachschule sein. Den Weg dorthin durch die Altstadt finde ich schnell. Ich melde mich an der Rezeption. Sie sagen, der schriftliche Test, den ich Ihnen geschickt hatte, sei sehr gut. Sie wollen mir kaum glauben, dass ich bisher vor allem online Italienisch gelernt habe.

Mein Verhältnis zur italienischen Sprache ist wirklich etwas speziell. Da ich sehr viel italienischsprachige Musik höre, habe ich diese Sprache fast täglich im Ohr. Vom Italienischkurs, den ich vor vielen Jahren gemacht habe, ist nicht mehr viel übriggeblieben, darum habe ich vor 2 Jahren mit dem Online-Kurs “Babbel“ angefangen, der mir die Sprache wieder näher gebracht hat.

Nun habe ich bereits einen relativ grossen Wortschatz, der aber durch das Musikhören eher selektiv ist. So weiss ich z.B. genau, dass la rugiada der Morgentau ist und l’imbrunire die Abenddämmerung, kann mich aber kaum verständigen, wenn es darum geht, um eine Auskunft zu fragen. Das ist meine Hauptmotivation, um diesen Kurs zu machen.

Die Gruppe, in die ich zuerst eingeteilt werde, besteht aus einigen älteren Damen und Herren aus England, Schottland, Australien und Amerika. Das bedeutet, alle haben Englisch als Muttersprache. Es ist seltsam, Italienisch zu lernen mit Leuten, die mit englischem Akzent nach italienischen Worten suchen. In der Pause weiss ich nicht, ob ich nun Englisch oder Italienisch mit ihnen sprechen soll und bringe beide Sprachen durcheinander, so dass ich keine mehr richtig kann.

Nach der Pause werde ich in eine andere Gruppe umgeteilt, die etwas anspruchsvoller ist. Jetzt habe ich auch das Gefühl, etwas gefordert zu werden. Dieser Kurs ist international und sprachlich durchmischter, darunter auch jüngere Leute, d.h. so jung, dass ich mich eher alt fühle. Ich bin froh, dass in dieser Sprachschule die Gruppen nicht nach Alter eingeteilt werden, sonst wäre ich mit 50+ bereits in der Seniorengruppe.

Natürlich wird man gefragt, woher man kommt und warum man Italienisch lernt. Wenn ich meine Vorliebe für Cantautori erkläre und dabei den Namen Pippo Pollina erwähne, blicke ich wie erwartet in fragende Gesichter. Mir ist klar, dass der Sizilianer, der seit über 30 Jahren in der Deutschschweiz lebt, in Italien so gut wie unbekannt ist. Später sagt eine Lehrerin, sie kenne ihn. Sie habe eine Zeit lang in Wien gelebt. Klar, er ist eben vor allem in den deutschsprachigen Ländern bekannt.

In den letzten Wochen ist mir immer wieder der Gedanke gekommen: Bin ich nicht etwas bescheuert, dass ich in meinen wohlverdienten Ferien 4 Stunden pro Tag in eine Schule gehe und danach sogar noch Hausaufgaben machen muss?!? Aber so ein Kurs gibt mir eine Tagesstruktur, ich komme mit Leuten zusammen, ohne dass ein Gruppenzwang herrscht, habe noch genug Freizeit und ausserdem wollte ich ja schon lange mal intensiv Italienisch lernen.

Am Ende des Unterrichts bin ich todmüde. Ich gehe erst mal nach Hause und lege mich hin. Ich merke, dass ich noch nicht so richtig angekommen bin. Von Bologna gesehen habe ich immer noch nicht viel.

Nach einer Siesta begebe ich mich auf die berühmte Piazza Maggiore mit ihren vielen pompösen Palazzi und dem Neptunbrunnen.

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Schliesslich besuche ich die Kirche St. Petronius mit ihrer unvollendet gebliebenen Marmorverkleidung und der schön-schauerlichen Höllendarstellung in ihrem Inneren.

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Und am Abend mache ich, zum Sonnenuntergang auf der Terrasse sitzend, meine Hausaufgaben. Langsam komme ich an.

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Diario Bolognese – Reisetag

Milano Centrale

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Von meinem Heimatbahnhof aus fährt mehrmals am Tag ein Zug mit dem Ziel „Milano Centrale“.

Jedesmal, wenn ich in den Zug mit dieser Aufschrift einsteige, wünsche ich mir, einfach mal sitzenzubleiben und weiterzufahren bis Italien. Doch meistens ist die Reise schon bald wieder zu Ende, z.B. wenn ich ins Wallis fahre. Fabio legt sogar manchmal ausdrücklich Wert darauf, unbedingt mit dem „Treno Italia“ zu fahren, wenn ich mit ihm zusammen unterwegs bin.

Zu diesem Zug hege ich eigentlich eine Hassliebe. Wie oft habe ich ihn schon als voll und chaotisch erlebt! Reisende mit riesigen Koffern, die den Gang versperren; Leute, die ihre Reservation nicht finden oder mitten während der Fahrt merken, dass sie am falschen Ort sitzen und auf möglichst umständliche Art ihren Platz wechseln. Wenn man nicht reserviert hat, was ich für kurze Fahrten nicht tue, ist es oftmals schwierig, einen Sitzplatz zu bekommen. In Basel habe ich schon zusammen mit Fabio diesen Zug wegfahren lassen, weil wir Minuten vor der Abfahrt nicht einmal mehr zur Türe hineingekommen wären.

Und jetzt sitze ich in diesem Zug auf einem reservierten Platz und fahre tatsächlich bis Milano durch. Es ist gar nicht so chaotisch wie sonst meistens, das ist wohl dem Sonntagnachmittag geschuldet und der Tatsache, dass Ostern erst in 2 Wochen ist. Es ist ruhig und gemütlich, und ich habe sogar Platz für meinen ebenfalls nicht allzu kleinen Koffer gefunden. Bereits nach einer knappen Stunde bin ich auf italienischem Boden.

Beim Umsteigen in Milano suche ich auf der Anzeigetafel den Zug nach Bologna. Doch anstatt einer Gleisnummer steht nur das Wort „CANCELLATO“. Na toll, denke ich, das erste Abenteuer beginnt schon. Wie soll ich jetzt nach Bologna kommen? Ich sehe mich bereits in Milano übernachten – es ist schon 17 Uhr – und den ersten Kurstag verpassen. Auf dem Bahnhof herrscht ein ziemliches Chaos, man kommt kaum durch die Menschenmassen und Rollköfferchen hindurch. Weit und breit kein Infoschalter oder Ähnliches zu sehen. Ich laufe ziellos durch den Bahnhof. Da steht ein Zug nach Rom, der fährt doch sicher über Bologna, oder? Ich laufe den Bahnsteig entlang und spreche eine Schaffnerin an. „Per andare a Bologna? Il treno e cancellato!“, sage ich. „Questo treno non ferma a Bologna“, sagt sie. Dann verstehe ich noch, dass ja nicht alle Züge nach Bologna gestrichen sind. Mehr erfahre ich nicht von ihr. Beim genaueren Studieren der Anzeigetafel finde ich heraus, dass schon 20 Minuten später ein Zug nach Bologna fährt. Die Zeit reicht, um in Ruhe die Bahnhofstoilette aufzusuchen und mir einen Snack zu kaufen. Ich finde sogar heraus, dass es hier ein kostenlosos WLAN gibt. So kann ich meiner Vermieterin – auf Italienisch – noch schnell mitteilen, dass ich “20 minuti piu tardi“ ankommen werde.

Die ganze Zeit bin ich innerlich ruhig geblieben. Dennoch stellt sich ein Gefühl der Erleichterung ein, als ich schliesslich im Zug nach Bologna sitze. Und etwas Stolz – ich habe mich bereits in einer schwierigen Situation mit meinem wenigen Italienisch verständigen können.

Meine gute Laune verschlechtert sich allerdings, als sich herausstellt, dass ich in einem Regionalzug sitze, der an jeder Ecke hält und eine halbe Ewigkeit bis nach Bologna braucht. Um 20.30 Uhr, 2 Stunden später als geplant, bin ich endlich in Bologna angekommen.

Anna

Anna, meine Gastgeberin, ist eine liebe, etwas ältere Frau. Sie scheint Humor zu haben, wie z.B. das Bild im Badezimmer vermuten lässt.

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Im Airbnb-Verzeichnis wird sie als „Superhost“ angepriesen, das sind GastgeberInnen, die sich besonders um ihre Gäste bemühen. Das war mit ein Grund, warum ich dieses Zimmer gebucht habe. Ich brauche nicht unbedingt Familienanschluss, aber ich wollte auch nicht zwei Wochen lang alleine in einem anonymen Hotelzimmer sitzen, abgesehen von den viel höheren Preisen.

Die Wohnung ist unerwartet klein, Anna teilt mit ihren Gästen ihre 2-Zimmer-Wohnung. Es kommt mir schon etwas seltsam vor, Küche und Badezimmer mit einer völlig fremden Person zu teilen. Daran werde ich mich erst mal gewöhnen müssen. Aber es rührt mich irgendwie, dass Anna so viel Vertrauen zu den Menschen hat, dass ihr das offenbar nichts ausmacht.

Und dann ist da noch ein Mitbewohner, der Kater Milou. Vielleicht wird er auch mein Schmusepartner. Ich hätte nichts dagegen.

Ziemlich müde sinke ich an diesem Abend ins Bett. Von Bologna habe ich noch nicht viel gesehen.

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Diario Bolognese – Prolog

Über den roten Dächern

Es war im letzten August spätabends. Ich hatte mir schon länger Gedanken darüber gemacht, was ich mit meinen nächsten Frühlingsferien anfangen könnte. Ich wusste, es würde eine besondere Situation sein, denn ich würde zum ersten Mal seit vielen Jahren alleine Ferien machen müssen bzw. dürfen.

Seit ich verheiratet bin – also seit jetzt bald 25 Jahren – war das nicht mehr so. Und seit unsere beiden Söhne Michael und Fabio* auf der Welt sind, bedeuten Ferien vor allem Familienferien. Die sind zwar schön, aber eben auch anstrengend. Vor allem mit Fabio, der autistische Wahrnehmung hat und von daher seine festen Rituale braucht. Das bedeutet: Möglichst immer an den gleichen Ort reisen, immer dieselben Abläufe. So verbringen wir seit einigen Jahren unsere Ferien meistens an der Ostsee, im Engadin und im Tessin.

Doch jetzt würde ich endlich mal die Möglichkeit haben, ganz für mich alleine Ferien zu machen, ganze zwei Wochen lang. Mein Mann ist zu dieser Zeit in einem viermonatigen Studienurlaub in Norddeutschland. Fabio, 16, geht in den Frühlingsferien zu meiner Mutter, und Michael, 19, ist im Zivildienst und bleibt alleine zuhause.

Ich hatte schon länger die Idee gehabt, mal einen Italienischkurs in Italien zu machen. Jetzt war die Chance da. Ich zögerte zuerst noch: Will ich das wirklich, so ganz alleine 2 Wochen an einem fremden Ort sein? Es müsste eine Stadt sein, wo etwas los ist, aber vielleicht auch nicht die allergrösste Metropole. Bologna wäre gut erreichbar, ich war noch nie dort. Bei meinen Überlegungen schaute ich mir mal Bologna auf Google Earth von oben an. Ich sah die roten Dächer der Altstadt und war fasziniert. Erst recht, als ich feststellte, dass die Sprachschule, die ich mir ausersehen hatte, mitten in der Altstadt liegt.

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Und als ich dann noch ein Zimmer entdeckte, das ebenfalls in der Altstadt liegt, war es um mich geschehen. In einem veritablen Mutanfall buchte ich noch am gleichen Abend das Zimmer für 2 Wochen.

Einige Zeit später fragte ich mich, ob dieser Entschluss wirklich richtig gewesen war. Ich hätte ja auch nur eine Woche fortgehen können und die andere Woche zuhause verbringen, um mal in Ruhe aufzuräumen und auszumisten. Aber es war bereits alles gebucht.

Wenn ich geahnt hätte, wie anstrengend die letzten Wochen vor den Ferien sein würden, wäre ich niemals auf solch abstruse Ideen gekommen.

Jetzt, wenige Tage vor der Abreise merke ich, wie dringend ich diese Ferien brauche, gerade jetzt und ganz sicher mindestens 2 Wochen. Ich habe sie wohlverdient, nicht nur wegen der anstrengenden letzten Zeit, sondern um Pause zu machen vom Familien- und Berufsleben, um mal ein bisschen „zu mir selber zu finden“. Das kann ich am besten, indem ich alleine unterwegs bin.

Ich bin sehr gespannt, wie es wird.

*Sämtliche Namen von Privatpersonen sind in diesem Blog geändert.

 

 

Anmache auf Palermitanisch

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Beschwingt und gut gelaunt schlenderte ich alleine durch die Strassen Palermos. Auf meinem Kurztrip in die sizilianische Stadt wollte ich die wunderschöne Altstadt besichtigen. In der Gasse hinter der Kathedrale kam mir ein alter Mann entgegen. Er winkte mir zu und lächelte mich an. Ich dachte: „Warum winkt der mir, meint er vielleicht, mich zu kennen?“ Da rief er im Vorbeilaufen: „Sei una bella donna! Veramente!“. In meiner Verblüffung lachte ich und setzte ebenfalls meinen Weg fort.

Dieses kurze Erlebnis beschäftige mich danach noch lange. Was mich am meisten erstaunte, war meine eigene Reaktion darauf. Wäre mir das Gleiche irgendwo in der Schweiz oder in Deutschland passiert, hätte ich gedacht: „Was ist das nur für ein alter Lüstling, der auf der Strasse auf eine so plumpe Art Frauen anmacht? Was will der von mir?“. Aber in Palermo löste diese Episode bei mir eher ein Schmunzeln aus. Ich dachte: „Wie schön, dass ein so alter Mann immer noch Freude am Leben hat – und offenbar an schönen Frauen!“. Ich konnte ihm sein Verhalten nicht übel nehmen. Er hatte mich ja weder belästigt noch bedrängt oder war sonstwie übergriffig geworden. Er hatte einfach seine Freude spontan zum Ausdruck gebracht. Warum auch nicht?

Ob etwas als Belästigung empfunden wird oder nicht, ist also offenbar auch eine Frage der Mentalität und der Kultur. Im mediterranen Ambiente, in einer so quirligen und lebendigen südlichen Stadt gelten andere Massstäbe. Da ist das Leben freier als im häufig eher zugeknöpften Norden, das Leben findet mehr auf der Strasse statt, die Menschen sind offener und äussern sich spontaner.

Doch in Palermo war das nicht immer so, wie die Beschäftigung mit der jüngeren Geschichte dieser Stadt zeigt.

In den 1980er Jahren, während des „Grossen Mafiakrieges“ wagten die Leute sich abends kaum noch auf die Strasse, schon gar nicht Frauen. Es herrschte eine Atmosphäre der diffusen Angst. Die Stadt war fest im Griff der Mafia; die Politik, die Verwaltung und die Wirtschaft wurden vollkommen von ihr beherrscht. Die einst wunderschöne Stadt Palermo wurde geplündert, prächtige Gebäude abgerissen und an ihrer Stelle Betonblöcke hingeklotzt, an denen die Mafia verdiente. Schulgebäude wurden wegen angeblicher Renovierung geschlossen, stattdessen fand der Unterricht in überteuert angemieteten Wohnungen statt – die natürlich der Mafia gehörten. Das kulturelle Leben lag brach.

Bis ein neuer Bürgermeister gewählt wurde, der nicht von der Mafia korrumpiert war. Leoluca Orlando hatte sich nach seiner Wahl den Kampf gegen die Mafia auf die Fahnen geschrieben. Ein lebensgefährliches Unterfangen, wie er selber wusste. Seine Autobiografie trägt den Titel „Ich sollte der Nächste sein“, und dieser Satz ist nicht aus der Luft gegriffen. Orlando musste miterleben, wie viele seiner Weggefährten kaltblütig ermordet wurden, wie z.B. Giovanni Falcone und Paolo Borsellino. Doch er gab nicht auf. Er hatte ein ganz besonderes Konzept gegen die Mafia. Er sagte:  Es genügt nicht, wenn nur die Polizei und die Justiz die Mafia bekämpfen. Die Zivilgesellschaft muss sich eigenständig ihren Raum zurückerobern. So begann ein Prozess, der als „Frühling von Palermo“ in die Geschichte einging und an dem die Stadtbevölkerung beteiligt war: Freiwillige jäteten Unkraut und räumten Abfall beiseite, es wurden schöne Parks angelegt. Verfallene Jugendstil-Villen wurden wieder instandgesetzt. Schulhäuser wurden renoviert und wiedereröffnet. Besonders wichtig war dabei die bewusste Förderung der Kultur. Das Teatro Massimo, eines der schönsten und grössten Opernhäuser Europas, wurde nach 25-jähriger Schliessung renoviert und mit einem Konzert der Berliner Philharmoniker feierlich wiedereröffnet.

Die einstige Mafia-Hochburg ist heute eine blühende Kulturstadt. Touristen kommen nach Palermo für Konzerte und Kunstinstallationen oder um die Altstadt, inzwischen UNESCO-Weltkulturerbe, zu bestaunen.

Kennzeichnend für Palermo ist zudem eine offene Migrationspolitik. Orlando sagt: „In Palermo gibt es keine Migranten. Jeder, der hier her kommt, ist Palermitaner.“ Die Neuankömmlinge werden in von der Mafia konfiszierten Wohnungen untergebracht und in Projekten mit Freiwilligen integriert. Kein Wunder, ist Orlando der Lieblingsfeind von Innenminister Salvini und widersetzt sich in zivilem Ungehorsam dessen rigiden Migrationsgesetzen.

In der neuesten Kriminalitätsstatistik ist Palermo, wo einst Leichen in den Gassen lagen, als die sicherste Stadt Italiens ausgewiesen. Auf den Strassen und Plätzen herrscht ein fröhliches Treiben.

Der alte Mann, der auf der Strasse seine pure Lebensfreude so spontan zum Ausdruck brachte, ist für mich ein Sinnbild dieser offenen, lebendigen und lebensfreudigen Stadt. Dieser offene Geist von Palermo bewirkte, dass ich mich auch als alleinreisende Frau angstfrei in dieser Stadt bewegen konnte. Ich werde wiederkommen.

 

 

„Herr, bleibe bei uns…“

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„Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.“

Dieses Lied war ein Teil meiner kirchlichen Sozialisation. Ich fand es immer ein bisschen bieder. Als Jugendliche strömte es für mich so eine Art „Kirchgemeindehaus-Mief“ aus. Man sang es am Ende des Bibelkreises. Man sang es in den Gemeindeferien nach dem Abendessen. Im pastoralen Stil stimmte es der Pfarrer an, und man versuchte es mehr schlecht als recht im Kanon zu singen.

Den Text fand ich ziemlich banal. Der „Herr“, also Gott im traditionell männlichen, personalen Gottesbild, wird darum gebeten, bei einem zu bleiben, weil es Abend wird. Gott, der Beschützer. Dieses Lied schien für mich aus einer Zeit zu stammen, in der man noch Angst vor der Nacht hatte, vor Räubern und wilden Tieren. Nun gut, dachte ich, für die Leute mit einem personalen Gottesbild mag das wohl ein tröstlicher Gedanke sein, dass Gott auch am Abend noch bei einem bleibt, wie immer man sich das auch vorstellen mag.

Erst später, im Theologiestudium, entdeckte ich, dass es sich bei diesem Text eigentlich um einen Bibelvers handelt. In Lukas 24, 29 sagen zwei Jünger diesen Satz zu einem Mann, ohne zu wissen, dass es sich um Jesus handelt. Sie sind gemeinsam unterwegs; der Fremde, der eigentlich Jesus ist, hat ihnen auf ihrer Wanderschaft die Sinnhaftigkeit des Todes Jesu erklärt. Nun, am Abend, wollen die Jünger ihn nicht gehen lassen. Vielleicht sagen sie diesen Satz aus Besorgnis um ihn, es war damals gefährlich, in der Dunkelheit alleine unterwegs zu sein. Mit dem Lied wird diesem Bibelvers also eigentlich eine falsche Bedeutung gegeben, so dachte ich in meiner rationalen Phase, denn die Jünger baten damit nicht um Gottes Beistand. Oder vielleicht doch unbewusst? Haben sie gespürt, dass der Mann ihnen gut tut? Hatte er für sie bereits eine göttliche Ausstrahlung, noch bevor sie ihn im gemeinsamen Brotbrechen als Christus erkannten? Ist das Zitat des Bibelverses in einem Abendlied vielleicht doch nicht ganz so falsch?

Kürzlich bin ich wieder wie fast von selber auf dieses Lied gestossen. Ich wollte einen musikalischen Abendgottesdienst vorbereiten und hatte zunächst nicht die leiseste Idee zu einem Thema. Dann dachte ich: Warum nicht einfach den Abend selber zum Thema machen und ein paar Abendlieder singen? Und wie von selber kam mir dieser Satz in den Sinn: „Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.“

Er sollte den roten Faden durch diesen Gottesdienst darstellen; wie ein Geborgenheit spendender Schirm sollte dieser Satz als Motto über dieser Feier stehen.

In der Vorbereitung fragte ich mich, zu welcher Zeit dieses Lied eigentlich entstanden sein mochte. Ich dachte zuerst an die Zeit des Dreissigjährigen Krieges, so wie die Paul-Gerhard-Lieder. Oder an die Zeit des Pietismus. Aber stattdessen, so stellte ich fest, ist das Lied im Jahr 1935 geschrieben worden, von einem gewissen Albert Thate, einem Kirchenmusiker in Düsseldorf.

Mehr konnte ich nicht über die Entstehungsgeschichte des Liedes in Erfahrung bringen. Aber das Jahr 1935 und der Ort Deutschland liessen mich aufhorchen. Es war zwei Jahre nach der Machtergreifung der Nazis, die Gesellschaft war zu grossen Teilen gleichgeschaltet, Krieg lag in der Luft, und viele Menschen spürten, wie es in ihrem Land immer finsterer und bedrohlicher wurde.

In diesem Kontext musste ein solches Lied noch eine andere Dimension bekommen. Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt. Für Christen war es in dieser Zeit wohl naheliegend, Gott um seinen Beistand zu bitten. Angesichts dieser historischen Situation kommt mir der Satz vor wie ein Hilferuf: „Gott, steh uns bei, denn es wird finster bei uns!“ Vor diesem Hintergrund bekommt das Lied einen subversiven, gesellschaftskritischen, ja widerständigen Charakter. Ich kann mir vorstellen, dass es mit solchen Hintergedanken geschrieben und auch gesungen wurde. Andererseits konnte man ganz unschuldig sagen: Es ist einfach die Vertonung eines Bibeltextes, ein harmloses Abendlied, völlig unpolitisch. Dieses Lied zu singen, war also damals nichts anderes als ein versteckter Akt des Widerstandes. Mit dieser Erkenntnis habe ich nun einen ganz neuen Zugang zu diesem Lied gefunden.

Inzwischen liebe ich dieses Lied in seiner schlichten Mystik, umso mehr, als ich entdeckt habe, dass es im Schweizer Gesangbuch auch auf Französisch und – oh Freude – auf Romanisch abgedruckt ist. Denn im Gegensatz zu meiner Zeit als Studentin ist mir heute klar, dass es nicht nur um das korrekte, rationale Erfassen eines Textes geht. Ebenso können wir uns auf einer ganz anderen Ebene von der Stimmung, die ein Vers ausstrahlt, inspirieren und berühren lassen.

Im Abendgottesdienst thematisierte ich den Entstehungskontext des Liedes. Daneben entfaltete ich auch den Gedanken, dass wir uns mit diesem Vers – als Lied oder als Gebet – auch in guten Zeiten jeden Abend wieder neu in die Liebe und Geborgenheit Gottes hineinbegeben können. Und dies konnte ich mit voller Überzeugung sagen.

Nach dem Gottesdienst sagte eine Frau zu mir, das habe ihr jetzt sehr gutgetan. Sie habe manchmal am Abend so dunkle Gedanken und depressive Zustände. Da sei es für sie ein  tröstlicher Gedanke, dass Gott sie auch in diesen Stunden nicht verlässt. Sie werde diesen Vers von nun an jeden Abend beten.

Das ist das Faszinierende an Bibelversen und vielen anderen Texten: Je nach Kontext und Situation derer, die sie hören und lesen, können sie je ihre eigene Wahrheit entfalten.

WEF 2018 – Gedankensplitter in einer zersplitterten Welt

Ich habe in den letzten Tagen die Berichterstattung über das WEF in Davos und den dortigen Trump-Besuch mitverfolgt. Was ich gesehen, gehört und gelesen habe, beschäftigt mich.

Ich masse mir keineswegs an, diese Ereignisse umfassend zu analysieren oder abschliessend zu beurteilen. Aber meine Beobachtungen haben bei mir diverse Eindrücke, Gedanken, Gefühle und auch Irritationen ausgelöst, die ich hier als „Gedankensplitter“ unzusammenhängend stehenlasse:

  • Trumps erklärtes Ziel dieser Reise sei es, viel Geld heimzubringen. „Es gibt viel Geld in diesem Land“. Er twittert wieder einmal, wie gross Amerika sei – und er selber.
  • Über die Ankunft Trumps wird in den Schweizer Medien berichtet, als ginge es um die Mondlandung. Viele Schaulustige aus ganz Europa sind angereist, um die Airforce One zu sehen. Auch einige Trump-Fans, gekleidet in Stars and Stripes, sind darunter.
  • Die sechs riesigen Helikopter am Schweizer Morgenhimmel wirken wie die Szene einer Invasion aus einem Science-Fiction-Film. Einen Moment lang kommt mir auch „Apokalypse Now“ in den Sinn.
  • In Davos wird keine Demonstrationsbewilligung erteilt, angeblich wegen „zuviel Schnee“. Dass der Schnee inzwischen geräumt wurde, hätte man nicht wissen können, entschuldigt sich der Landammann. Nein, sie seien nicht von den USA unter Druck gesetzt worden. Dann also vorauseilender Gehorsam?
  • Erlaubt sind lediglich Demonstrationen mit „höchstens fünf Personen, die untereinander 100 Meter Abstand haben“. Ich versuche mir eine solche Demonstration vorzustellen.
  • Die einzige Demo, die in Davos stattfindet, besteht aus zwei Personen mit Trump-Masken. Es wurde ihnen genau vorgeschrieben, wie sie diese Masken zu tragen haben.
  • Einheimische Passanten werden bis zu 20-mal angehalten und von der Polizei kontrolliert, manchmal auch in Polizeigewahrsam genommen, z.B. ein junger Mann mit Rasta-Locken. Ein Journalist der NZZ wird von der Polizei in Haft genommen, weil er Polizisten fotografiert hat und sich weigert, das Foto zu löschen.
  • Beim Betreten des Kongresszentrums wird Trump gefeiert wie ein Popstar. Er geniesst sichtlich das Bad in der Menge. Jemand hält ihm die Titelseite des „Blick“ unter die Nase, auf der in grossen Lettern steht: „Welcome Mr. President“. Trump gibt dem Chefredakteur ein Autogramm auf dessen Zeitung.
  • Die FDP-Politikerin Karin Keller-Suter, eine blonde, schlanke Frau, die als zukünftige Bundesrätin gehandelt wird, spricht kurz mit Trump, um eine Parlamentarier-Reise nach Washington abzumachen. Ich denke an Trumps Haltung gegenüber Frauen („Grab them by the…“) und frage mich, ob er in diesem Moment wohl auch solche Gedanken hat.
  • Paul Kagane, der Präsident Ruandas und als Vorsitzender der Afrikanischen Union ein Vertreter jener Länder, die Trump kürzlich als „Shithole-Countries“ bezeichnet hat, zeigt sich in einem Gespräch mit Trump unterwürfig, auch in seiner Körpersprache. Die Beleidigung ist kein Thema mehr, Journalistenfragen dazu werden ignoriert.
  • Protest kommt einzig aus Südafrika. Der Unternehmer Bonang Mohale hat Trump einen offenen Brief geschrieben und angekündigt, dass die südafrikanische Delegation der Rede Trumps fernbleiben wird.
  • Der Schweizer Bundespräsident Alain Berset, ein SP-Politiker, den ich bisher sehr geschätzt habe, zeigt sich nach einem 40-minütigen Gespräch von Trump „sehr angetan“. Vor Journalisten verteidigt er die „Amerika first“-Politik, denn jede Regierung engagiere sich schliesslich primär für ihr eigenes Land, das gelte doch auch für die Schweiz. Also jetzt auch: Switzerland first? Wenn jeder an sich selber denkt, ist an jeden gedacht. Diese Haltung kenne ich sonst eher von einer anderen Partei.
  • 15 Geschäftsleute dürfen mit Trump zu Abend essen. Trump sagt danach, er habe 15 neue Freunde gewonnen. Was sind das für Leute, welche Konzerne vertreten sie und was haben sie für Ziele?
  • Die Kirche von Davos liegt im Sperrgebiet und ist deshalb geschlossen. In der Nachbarkirche bietet die Kirchgemeinde ein abendliches „Schweigen und Beten“ an. Die Pfarrerin Hannah Thullen sagt, das Schweigen sei ein Kontrastprogramm zum WEF, wo „viel geredet und wenig zugehört“ werde. Gebetet wird für Opfer des Neoliberalismus und für Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Kirchen.
  • Trumps Schlussrede, ein reiner Werbespot für die USA, bezeichnen Journalisten anschliessend als „sanft“. Seine Tirade gegen die „Fake-News“-Medien wird nur beiläufig erwähnt. Es soll sogar einzelne Buh-Rufe gegeben haben.
  • Nur am Rande wird in den Medien die Tatsache erwähnt, dass der hochgelobte wirtschaftliche Aufschwung in den USA nicht Trump, sondern seinem Vorgänger zu verdanken ist.
  • Das Motto des WEF lautet dieses Jahr: „Erschaffen einer gemeinsamen Zukunft in einer zersplitterten Welt“. Mit der Schlussrede durch Trump wird dieses Motto endgültig ad absurdum geführt.
  • Bei der Abfahrt der Wagenkolonne mit Trump ruft ein Polizist, es solle ja niemand über die Strasse gehen. „Die Autos halten nicht an. Sie machen platt, was sich ihnen in den Weg stellt.“ Passt.

Um es abschliessend klarzustellen: Ich finde es sehr wohl richtig, den gewählten Präsidenten der USA würdig zu empfangen. Das sind die Regeln der Diplomatie. Aber bei Trumps Erscheinen war von der vorherigen kritischen Haltung ihm gegenüber nichts mehr zu spüren. Das unterwürfige Hofieren hat Trump innen- und aussenpolitisch gestärkt.

Mit dem Einschwenken auf Trumps Egozentrik haben Werte wie Solidarität, Menschenrechte, Gerechtigkeit, Frieden, Ökologie und das gemeinsame Angehen globaler Probleme keine Chance mehr. Es geht plötzlich allen nur noch darum, auf den „America first“-Zug aufzuspringen. Ziel ist dabei nicht, die Welt zu verbessern, sondern es geht einzig um Business und Cash.

Ich hätte mir gewünscht, dass man Trump vor den Augen der Weltöffentlichkeit etwas kritischer begegnet und seinem Chauvinismus andere Werte entgegensetzt. Doch was jetzt zurückbleibt, sind nur noch Splitter in einer immer mehr zersplitternden Welt.

P.S.: Nur ganz zufällig habe ich mitbekommen, dass auch Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai in Davos war, mit einer ganz anderen Botschaft. Aber die ist leider vor lauter Getrumpel fast untergegangen.

https://www.weforum.org/agenda/2018/01/malala-yousafzai-in-davos-we-need-to-teach-boys-to-be-men/?utm_content=buffer4ce23&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer

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Gesegnet in das neue Jahr

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Auch dieses Jahr verbrachte ich zum Jahreswechsel wieder drei Tage alleine in den Bündner Bergen. Ich brauche diesen Kurzurlaub, um mich von den anstrengenden Weihnachtstagen zu erholen, dem drohenden „Feiertagskoller“ zu entfliehen und zum Übergang der Zeiten einfach mal ganz für mich zu sein. Und nicht zuletzt um eine Gegend zu besuchen, die für mich so etwas wie eine „Herzensheimat“ ist.

Neben der Zugfahrt hin und zurück, die für mich ebenfalls schon Urlaub bedeutet, konnte ich in den zwei Tagen Aufenthalt vieles unternehmen: mich von der Rhätischen Bahn durch die Kehrtunnels schaukeln lassen, die „längste Schlittelbahn Europas“ herunterschlitteln, eine Zeitreise zum schwindenden Morteratschgletscher unternehmen, natürlich wellnessen und abends im Hotelzimmer Rück- und Vorschau auf das alte und das neue Jahr halten.

Den eindrücklichsten Moment erlebte ich jedoch bei einer meiner Wanderungen durch die Winterlandschaft der Albula-Region. Im Weiler Stuls, der nur aus wenigen Häusern besteht, gelangte ich zu einem kleinen Kirchlein, das ursprünglich ein Oratorium, also ein Gebetsraum für durchziehende Wanderer war. Von aussen sieht es zwar klein und unscheinbar aus, in seinem Inneren birgt es jedoch unermessliche Schätze: Die Seitenwände und die Decke sind rundum mit wunderschönen Fresken ausgemalt. Die Bilder aus dem 14. Jahrhundert haben eine starke Ausdruckskraft. Sie vermitteln uns etwas von der mittelalterlichen Spiritualität, zu deren Tiefe und Unmittelbarkeit wir in der heutigen Zeit kaum noch Zugang haben.

Die Darstellungen erzählen aus dem Leben Jesu; vor allem die Passionsgeschichte nimmt grossen Raum ein. Zu sehen ist Jesus, der beim Abendmahl dem Judas das Brot reicht (Jesu Zuwendung gilt dem Menschen, der sie in seiner Gebrochenheit am meisten nötig hat), der die Geisselung und den Gang zum Kreuz mit grosser Sanftmut erträgt und der schliesslich nach seinem Tod von seinen Getreuen mit inniger Zärtlichkeit vom Kreuz genommen und betrauert wird.

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Das Eindrücklichste ist jedoch das Deckengemälde. In der Rundung des Gewölbes thront Christus in der regenbogenfarbigen Mandorla, die Hand zum Segen erhoben.

Obwohl ich die biblischen Geschichten bereits zur Genüge durchexegetisiert und schon zahlreiche Darstellungen davon gesehen habe, berühren mich die Bilder in der Kirche Stuls zutiefst. In diesem kleinen Raum, der mit seinem Tonnengewölbe eine tiefe Geborgenheit vermittelt, erlebte ich einen spirituellen Moment. Die Bilder brachten etwas tief in meinem Innersten in Schwingung, das ich mit Worten nicht beschreiben kann. So blieb ich ein paar Minuten und liess den Geist dieses Raumes auf mich wirken.

Bevor ich mich schliesslich zum Gehen wandte, stellte ich mich ganz bewusst unter das Deckenbild mit dem segnenden Christus. Da bekam ich das Gefühl, dass der göttliche Segen mich zu umhüllen und durchdringen schien. Die Inschrift in der Chorwand erinnerte mich daran, dass die göttliche Kraft allzeit bei mir sein würde.

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So verliess ich die Kirche, konnte meinen Weg fortsetzen und gesegnet in das neue Jahr gehen.

Literatur und Bilder: https://desertina.ch/shop/index.php/produkt/heilende-bilder/